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Jurassic World alive

Hallo zusammen, dieser Blog-Beitrag wurde von mir - AML Tony - einem Mitglied des Entertainment-Newsteams für euch verfasst.

JR-Alive Spielerprofil
Heute vor genau zwei Wochen, am 24. Mai 2018, wurde das langersehnte Spiel Jurassic World Alive veröffentlicht. Ich hatte mich schon sechs Monate vor dem Release angemeldet und habe es für euch getestet. Ob das Augmented-Reality-Spiel aus dem Hause Ludia tatsächlich die erste ernstzunehmende Konkurrenz für Pokémon GO darstellt, oder nicht, erfahrt ihr in meinem Blog.

Spielprinzip

JR-Alive Karte

Die Karte erinnert an Pokémon GO - doch schaut mal, wie weit die Dinos sichtbar sind

Willkommen in einer Welt voller Dinosaurier! Sobald ihr das Spiel gestartet habt, seht ihr einen Kartenausschnitt, der der realen Welt (dank Google Maps) stark ähnelt: Straßen, Häuserumrisse und Grünstreifen werden hier authentisch zu eurer Umgebung dargestellt. Um euren Charakter herum seht ihr einen kleinen Radius und auf der Karte verstreut sollten auch ein, zwei Dinos sichtbar sein. Ob ihr allerdings die dringend benötigte Dino-DNA der Urzeitmonster sammeln könnt, hängt von der Entfernung zwischen euch und dem jeweiligen Saurier ab. Zum Sammeln der DNA wird euch eine kleine Drohne zur Verfügung gestellt, die nur über eine bestimmte Reichweite und Akku-Dauer verfügt. Je weiter ein Tier also entfernt ist, desto weniger Zeit habt ihr, es mit Spitzen zu beschießen, um an die DNA zu kommen.

Dinos fangen – leicht gemacht!

Doch beginnen wir ganz vorn: Nachdem ihr einen Dinosaurier auf eurer Karte entdeckt habt, könnt ihr ihn antippen und erfahrt so, wie weit er entfernt ist und wie viel DNA ihr von diesem Saurier bereits gesammelt habt. Oben rechts in der Ecke seht ihr zudem den Ladezustand der Drohne, mit der ihr die DNA sammeln könnt. Damit ihr DNA sammeln könnt, benötigt ihr Pfeile, die ihr durch Geschenke an Nachschubpunkten erdrehen oder im Shop kaufen könnt.

JR-Alive DNA sammeln

Zielen, Feuern, DNA einsammeln und den Dino stärker machen...

Habt ihr genug Pfeile im Inventar, kann das große Sammeln starten. Es erscheint ein kurzer Ladebildschirm und schon seht ihr das zu fangende Exemplar in einer blaugefärbten, schematischen Umgebung. Beim ersten Schuss könnt ihr euch viel Zeit lassen, denn der Dino bewegt sich erst nach dem ersten Treffer. Achtet darauf, das Tier möglichst in der Mitte des dargestellten Trefferbereichs zu erwischen, denn je näher ihr am Mittelpunkt seid, umso mehr DNA gewinnt ihr. Nach dem ersten Wurf setzt sich das Tier in Bewegung und der Trefferbereich verschiebt sich. Von da an, habt ihr so viel Zeit, wie eure Drohne Energie, also beeilt euch! Nach jedem Treffer wird der Trefferbereich (Kopf, Körper, Schwanz) geändert und auch die Richtung des Dinos verfolgt keinerlei Logik. Hinzu kommt, dass der Dino bei direkten Treffern an Geschwindigkeit zunimmt und der Umgang mit der Drohne echt Übung erfordert. Ein kleiner Tipp von mir: Peilt beim Werfen der Pfeile nicht direkt die Mitte des Trefferbereichs an, sondern plant es ein Stück vorher in Laufrichtung des Dinosauriers. Nach dem Werfen bewegt sich der Dino noch ein bisschen weiter und so landet der Pfeil direkt im Mittelpunkt des Trefferbereiches. Der Zweite. noch viel wichtige Punkt ist: In der Ruhe liegt die Kraft. Lasst euch Zeit! Ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich mich hetzen lies und dadurch wertvolle Pfeile vergeudete. Ja, es ist doof, wenn nicht alles gleich funktioniert, aber gebt euch etwas Zeit und übt ganz in Ruhe.

Entwicklung

JR-Alive DNA nutzen

Wie man eine ganz neue Art zum Leben erwecken kann...

Wenn ihr genug DNA zusammen habt, könnt ihr selber einen Dinosaurier erschaffen oder Vorhandene weiterentwickeln und stärken. Dies ist notwendig um anschließend in einer Arena mit anderen Spielern kämpfen zu können. Für jeden Kampf und jede „Entwicklung“ gibt es Erfahrungspunkte und je höher die Erfahrungspunkte sind, desto mehr DNA kann man sich mit einem perfekten Treffer sichern.

Habt ihr genug DNA zusammen, könnt ihr zu eurer Sammlung gehen, den Dino auswählen und ihn entwickeln. Für jede Entwicklung werden DNA und Münzen verbraucht. Dafür steigen Gesundheit und Schaden. An den anderen Statuswerten (Geschwindigkeit, Panzer, Chance auf kritische Treffer) ändert sich nichts!

Der Kampf

JR-Alive Arenakampf
JR-Alive Arenasieg
Aktuell wird zwischen fünf Dino-Typen unterschieden: Gewöhnlich, selten, episch, legendär und einzigartig.
JR-Alive Velociraptor

Alle Informationen über den Velociraptor auf einen Blick

Alle Dinosaurier haben die Möglichkeit (je nach Trophäenanzahl) in sieben verschiedenen Arenen gegen andere, zufällig ausgeloste, Spieler anzutreten. Nachdem du dich für den Kampf gemeldet hast und ein Gegner gefunden wurde, kannst du einen von vier Dinosaurier deines Teams auswählen und den Kampf beginnen. Der Kampf selbst verläuft auf Zeit und im Rundenmodus. Das Ziel ist es als erster drei Dinos des Gegners zu besiegen. Dabei helfen die fünf unterschiedlichen Statuswerte in Form von Gesundheit, Schaden, Geschwindigkeit, Panzer und Chance auf kritische Treffer. Zusätzlich verfügt jeder Dinosaurier über zwei bis drei verschiedene Angriffe, die eine unterschiedliche Cool-Down-Zeit haben. Des weiteren hast du die Möglichkeit nach jeder Runde den Dino gegen einen anderen auszutauschen. Für jeden Sieg gibt es Trophäenpunkte, Münzen und einen Brutkasten, bei jeder Niederlage verliert man Trophäenpunkte.

Die sieben Arenen sind entsprechend der Anzahl der Trophäenpunkte aufgeteilt:

  • Trainingsgelände (0 Trophäen)
  • Gefallenes Königreich (ab 60 Trophäen)
  • Mt. Sibo (ab 500 Trophäen)
  • S.S. Arcadia (ab 1.000 Trophäen)
  • Nublar-Dschungel (ab 1.500 Trophäen)
  • Ödland (ab 2.000 Trophäen)
  • Abriegelung (ab 2.500 Trophäen)
  • Sorna-Sümpfe (ab 3.000 Trophäen)

Parallelen zu Pokémon GO

JR-Alive Nachschubpunkt

Ein Nachschubpunkt

Wie zu erwarten war, gibt es viele Punkte, die einem aus Pokémon GO bekannt vorkommen.

Das Kartenmaterial, das von GoogleMaps stammt ist natürlich identisch, allerdings gibt es mehr „Nachschubpunkte“ als PokéStops. Dennoch ist das Prinzip nahezu identisch. Man dreht den Nachschubpunkt und erhält Geschenke. Der einzige Unterschied bei den Nachschubpunkten ist, dass man vorher drei Gewinnvarianten sieht, die man sich „erdrehen“ kann.

Auch die Spielart differenziert sich nur in wenigen Punkten: Die Pokémon tauchen erst auf, wenn man sich im Fangradius befindet. In Jurassic World Alive hat man das Gefühl, einen weiteren Blick zu haben, da auch Dinosaurier sichtbar sind, die nicht im Fangradius liegen. Da die Anzahl aber immer überschaubar gehalten wird, wirkt die Karte nicht überladen.

Der wichtigste Unterschied ist die Fangmethode. Während man Pokémon einfach mit Früchten beruhigen und mit einem Pokéball einfangen kann, ist man bei der Jagd nach wertvoller Dino-DNA von seinen „Wurfkünsten“ der Pfeile abhängig. Dies kann man zwar trainieren, aber es ist deutlich anspruchsvoller als der Wurf eines Pokéballs.

Die Arenakämpfe unterscheiden sich dahingehend kaum. Sie haben zwar einen anderen Aufbau, aber letztlich geht es darum mit seinem Team, die Lebenspunkte des Gegners zu minimieren und ihn zu besiegen.

Fazit

Ich sehe Jurassic World Alive nicht wirklich als Konkurrenz für Pokémon GO. Auch wenn das Spiel noch mit den typischen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat, ist es eine grafisch sehr gut gelungen und bietet eine gute Alternative, für Leute die ihrer Sammelleidenschaft nachgehen möchten.

Es sind viele schöne Erweiterungen wie die das Ausbrüten und Kreuzen von Dinosauriern oder abwechslungsreiche Events geplant. Einen AR- Modus habe ich vergeblich gesucht, da mein S6 Edge nicht kompatibel für diesen Modus war. (die genauen Anforderungen findet ihr im Artikel Jurassic World: Alive)
Zusätzlich fehlt Jurassic-Park-Fans schlicht und ergreifend das Wissen über viele Dinosaurier. Sie wurden ja nicht mit hunderten von Kinofilmen, Serien oder Kartenspielen überflutet. Hinzu kommt, dass man sich bei den Kämpfen lediglich an den Statuswerten orientieren kann, da es keine Verknüpfung zu den Elementen gibt, wie bei Pokémon.

JR-Alive Indominus Rex

Wer will ihn nicht - den Indominus Rex aus dem ersten Teil von Jurassic World...

Auch das Kampfsystem ist nicht ideal, weil besonders Hardcore-Gamer ein leichtes Spiel haben, mit ihren aufgelevelten Dinosauriern, Anfänger schnell zu erledigen. Die Trophäensperre in den Arena soll zwar schlimmeres verhindern, aber ich habe am eigenen Leib erfahren, wie schnell man viele Trophäen wieder verliert, weil die Gegner in der Arena-Gruppe einfach sehr viel stärker waren.

Der in meinen Augen gravierendste Punkt ist die neue Fangmethode. Während ich Pokémon auch beim Schlendern in der Fußgängerzone nebenbei fange, ohne ständig auf mein Display zu schauen, ist dies bei Jurassic World Alive nicht möglich. Um die Drohne wirklich zielgenau steuern zu können, muss man auf einem Platz verharren und sich ca. 20 Sekunden nur diesem einen Dino widmen. Dieser Punkt ist auch der Grund dafür, wieso ich es wohl nie so exzessiv spielen werde, wie Pokémon GO. Der zweite untragbare Punkt ist eine optionale VIP-Mitgliedschaft in Höhe von 9,49 Euro pro Monat! Und das nur für einen etwas größeren Fangradius und 33% mehr Batterieleistung für die Drohne. Das ist einfach unverschämt. Klar geht es auch ohne diese Premiummitgliedschaft, aber ich empfinde dieses Angebot als absolute Frechheit. Hinzu kommen ständige Pop-ups mit ultimativen Angeboten, die zusätzlich zeigen, dass dieses Spiel nur auf Kommerz ausgelegt ist.

Abschließend ist es natürlich jedem selbst überlassen, das Spiel auszuprobieren und seine eigenen Erfahrungen damit zu machen. Bitte lasst euch nicht gleich von jedem Angebot begeistern und testet das Spiel ohne echtes Geld zu investieren.

Wer übrigens sein VIP-Abo wieder kündigen möchte, kann dies ganz einfach im Playstore machen. Wenn ihr dort das Menü öffnet, findet ihr den Abschnitt Abos, bei dem ihr eine Übersicht aller abonnierten Apps sehen könnt. Dort könnt ihr jeder Zeit die VIP-Mitgliedschaft wieder kündigen.

Wer von euch hat JR: Alive auch schon angespielt und wie sind eure Erfahrungen damit? Ich freue mich auf eure Kommentare.


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Tony ENTERTAINMENT

Tony ist seit Mitte 2016 Mitglied im Entertainment-Newsteam. Er trägt sein Herz auf der Zunge und steht auf gut gemachte Filme und Serien. Er kann alle Soundtracks von Trickfilmserien der 90er auswendig mitsingen und zockt in seiner Freizeit gern MMOs. Wenn er nicht gerade am basteln ist oder einen neuen Videoblog aufnimmt, trefft ihr ihn hauptsächlich im Serien Wiki oder in der Community Deutschland.

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